VLN 4 / 2016 - Sorg Rennsport mit Kampfkraft und Moral

Sorg Rennsport on July 2016

Beim vierten Saisonrennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring herrschten eindeutige Verhältnisse: Von der ersten bis zur letzten Sekunde während der Vier-Stunden-Distanz war es nass, richtig nass. Mit den Bedingungen kamen Max Kottmayr (Pliening), Kevin Warum (Schweitenkirchen) und Erik Johannson (S-Gnosjö) am besten zurecht: Sie lenkten den Securtal Sorg Rennsport-BMW M235i Racing im gleichnamigen Cup auf den vierten Platz bei 21 Startern. Die anderen drei Fahrzeuge des Wuppertaler Rennstalls büßten nach Kaltverformungen Boden ein, sahen aber alle das Ziel.
„Das heutige Rennen war aufgrund des Wetters sehr anspruchsvoll“, sagte Teamchef Daniel Sorg. „Der viele Regen und der zeitweilige Nebel verlangten höchste Konzentration von den Piloten. Im Gegensatz zu Schauerwetter waren aber die Bedingungen eindeutig und frei von Überraschungen. “ Sein Bruder und Technik-Chef Benjamin ergänzte: „Leider kamen auch wir nicht ohne kleinere Blechschäden ins Ziel, aber unterm Strich haben unsere Fahrer einen guten Job abgeliefert.“
Fehlerfrei und taktisch klug hielten sich Kottmayr/Warum/Johannson von Beginn an im ersten Drittel der hartumkämpften Klasse auf. Startfahrer Warum drehte im zweiten Umlauf sogar die drittschnellste Rundenzeit aller Cup-BMW. Nach einem starken Mittelstint von Kottmayr überzeugte am Ende auch der Schwede, der erstmals ein Regen-Rennen auf der Nordschleife bestritt.

Heiko Eichenberg hätte im Elsässer Filtertechnik-Cup-BMW ebenfalls weit vorn landen können, hätte es nicht nach rund einer Stunde eine folgenreiche Kollision mit einem Walkenhorst-BMW M6 gegeben. Hierbei brach die linke vordere Spurstange, rund zwei Runden gingen verloren. Mehr als Platz 12 war somit nicht mehr möglich.
Karsten Krämer (Bergisch-Gladbach), Friedhelm Mihm (Sundern) und der Tschechische Pseudonympilot „MiVi“ kamen im dritten Cup-BMW nur auf Rang 18, nachdem Mihm im Bereich Hatzenbach zwischenzeitlich von der Strecke abgekommen war. „Ich kann mir den Unfall nicht erklären. Ich vermute ein elektronisches Problem im Fahrwerksbereich“, sagte der 61-Jährige.
Das das Trio überhaupt starten konnte, lag an einer Meisterleistung der Sorg-Crew. Nach einem Trainingsunfall von „MiVi“ stand eine Rennteilnahme in den Sternen. Doch die Mechaniker schafften das Unmögliche, und Startfahrer „MiVi“ konnte ohne Einführungsrunde dem Feld doch noch hinterher hetzen. Daniel Sorg: „Ein großes Kompliment gilt Karsten Krämer, der sein allererstes VLN-Rennen bestritt und bei dem Wetter fehlerlos agierte. Hut ab!“



Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm kamen Ulf Wickop (Bottrop) und Stephan Epp (Wuppertal) nur auf den achten Rang von 11 Startern. Nach rund eineinhalb Stunden drehte sich Wickop im Streckenabschnitt Kesselchen von der Bahn und prallte rückwärts gegen die Leitplanken. Zum Glück konnte der 39-Jährige noch aus eigener Kraft die Boxen zur Reparatur erreichen.
„Unsere Mannschaft hat heute hervorragend gearbeitet“, war Benjamin Sorg sichtlich zufrieden. „Wir haben alle Autos innerhalb kurzer Zeit wieder flott bekommen und sogar noch achtbare Ergebnisse erzielt. Das ist ein Verdienst des gesamten Teams.“